
Coach oder Begleiter? Warum Wachstum außerhalb deiner Komfortzone beginnt
Coach ist nicht gleich Coach. Und wenn du als Gründer Unterstützung suchst, lohnt sich ein ehrlicher Blick darauf, was du eigentlich brauchst: jemanden, der dir hilft, dich wohlzufühlen, oder jemanden, der dir hilft, dein Ziel zu erreichen.
Das Problem: Wachstum fühlt sich nicht gut an
Für mich gehört zum Coaching immer auch ein Stück Training. Und Training bedeutet in erster Linie: besser werden als vorher. Besser werden heißt, ein bisschen über die Grenze hinauszugehen, von der du glaubst, dass sie dein Können markiert.
Genau das ist unbequem. Und genau deshalb weichen wir ihm gern aus.
Ein Bild, das es greifbar macht: drei Zonen
Ich zeichne das gern an die Tafel, weil es so einfach ist:
- Die Komfortzone. Hier ist es relativ easy. Taucht ein Problem auf, fixen wir es schnell. Neues Problem, auch kein Thema.
- Die Wachstumszone. Hier liegen Probleme, für deren Lösung wir uns ein Stück aus der Komfortzone herausbewegen müssen. Das ist nicht toll, es macht keinen Spaß. Aber das ist der Punkt, an dem Wachstum entsteht.
- Die Panikzone. Liegt ein Problem zu weit draußen, blockieren wir. Wir wollen flüchten, wir frieren ein. Hier passiert überhaupt nichts, vor allem kein Wachstum.
Das Spannende: Wer in der Wachstumszone immer wieder Probleme löst, dessen Komfortzone wächst mit. Und mit ihr wächst auch der Bereich, in dem du wachsen kannst.
Meine Haltung: Ein Coach bringt dich in die Wachstumszone und hält dich dort
In jedem Coaching, das ich selbst erlebt habe, ging es um Fragen, auf die wir die Antwort oft schon kennen. Wir haben nur Angst vor der Antwort. Denn sie bedeutet: Wir müssen die Komfortzone verlassen, und da ist es gerade so angenehm.
Für mich ist die Aufgabe eines Coaches deshalb klar: dir zu helfen, deine eigenen Ressourcen, die du längst hast, zu nutzen. Damit du in die Wachstumszone kommst, dort bleibst, lernst und deine Komfortzone ausbaust, bis du dich auch dort wieder wohlfühlst.
Ein Begleiter hilft dir, dich wohlzufühlen. Das hat seinen Platz. Ein Coach hilft dir, deine Ressourcen freizumachen, damit du deine Ziele erreichst. Das ist ein anderer Auftrag.
Warum mich das selbst betrifft
Vor fünf Jahren habe ich mein erstes Coaching-Seminar abgeschlossen, heute bin ich NLP-Master. Trotzdem habe ich mich lange nicht als Coach gesehen. Ich gehe Probleme sehr logisch und analytisch an, versuche Grenzen zu kennen und beziehe die individuellen Stärken mit ein.
Wenn ich an das Thema Selbstständigkeit denke, an Unternehmer und Unternehmerinnen, die etwas für sich aufbauen, dann sehe ich genau das: Eigenverantwortung heißt, rauszugehen und in der eigenen Wachstumszone zu arbeiten. Und dafür braucht es manchmal jemanden, der sagt: Hey, bist du dir deiner Stärken bewusst? Dann lass uns jetzt in die Wachstumszone gehen. Wir schauen, wie schnell du dich in der neuen Situation zurechtfindest. Und zurück geht es immer.
Die pragmatische Lösung: eine einzige Frage
Bevor du dich für Unterstützung entscheidest, beantworte dir eine Frage: Was ist dein Ziel?
- Willst du dich sortieren und zur Ruhe kommen, ist ein Begleiter eine gute Wahl.
- Willst du ein Ziel erreichen, das außerhalb deiner Komfortzone liegt, brauchst du jemanden, der dich dorthin trainiert.
Was du davon hast
Wenn du weißt, was du suchst, triffst du die bessere Wahl. Du verschwendest keine Zeit in Gesprächen, die dich zwar beruhigen, aber nicht weiterbringen. Und du gehst bewusst in die Zone, in der dein Unternehmen tatsächlich wächst.
Dein nächster Schritt
Wo stehst du gerade: Komfort, Wachstum oder Panik? Wenn das, was du hier liest, nach dem klingt, was du suchst, freue ich mich über deine Nachricht und ein Gespräch.
